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	<title>Rettet den Rursee &#187; Ökologisch</title>
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	<description>Stoppt Trianel!</description>
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		<title>Studie im Auftrag von WWF und Greenpeace stellt neuen Pumpspeicher in Frage</title>
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		<pubDate>Tue, 28 May 2013 15:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es tut gut, wenn die "Panikmache" und die "Behauptungen" unserer BI von unabhängiger, dritter Stelle bestätigt werden. WWF und Greenpeace sprechen sich in einer Studie vom November 2012 gegen das geplante PSW Kaunertal aus. Die Bedenken sind dabei in vielen Punkten ident mit den Bedenken, die auch Rettet den Rursee anführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1180" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><a href="http://www.flickr.com/photos/carstenkessler/237760739/sizes/z/in/photostream/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1180" title="kaunertal" src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2013/05/kaunertal.jpg" alt="" width="580" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kaunertal in Tirol. Hier plant die TIWAG ein PSW. WWF &amp; Greenpeace protestieren. Foto: Carsten Keßler (CC BY 2.0)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Eine heute präsentierte Studie des Schweizer Energieexperten Heini Glauser im Auftrag von WWF und Greenpeace zeigt, dass neue Pumpspeicherkraftwerke aufgrund des Strukturwandels im europäischen Strommarkt wirtschaftliche Auslaufmodelle sind. Vor allem wegen der wachsenden Konkurrenz zu günstigem Solar- und Windstrom ist zu erwarten, dass die Pumpspeicherung in den nächsten Jahren zum Verlustgeschäft wird, das letztlich der Steuerzahler tragen müsste.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heißt es auf der <a href="http://www.wwf.at/de/menu27/subartikel2376/" target="_blank">Webseite des WWF Österreich</a> (&#8220;Studie belegt: Pumpspeicher Kaunertal wird Investitionsruine&#8221;). Und weiter:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Während derzeit auf der UN-Klimakonferenz in Doha die Vertragsstaaten um ein globales Klimaabkommen ringen, bezeichnet Heini Glauser Pumpspeichersysteme als „Wasser im Dienste von Kohle und Atom“ und erklärt: „Pumpspeicherkraftwerke liefern keine erneuerbare Energie, sondern sind Stromverbraucher: Ein Viertel des zum Pumpen eingesetzten Stroms geht beim Betrieb verloren.“ Dieser Energieverlust rechnete sich bislang nur dank der Spanne zwischen günstig eingekauftem Pumpstrom hauptsächlich aus Kohle- und Atomkraftwerken, und dem Verkauf von teurem Spitzenstrom. Diese Gewinnspanne wird aufgrund des Ausbaus von Windenergie und Photovoltaik in Zukunft sinken. <strong>Demnach mache es keinen Sinn, jetzt in neue Pumpspeicher zu investieren, schlussfolgern WWF und Greenpeace.</strong></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch bei den alternativen Lösungsansätzen überschneiden sich die Argumentation von WWF/Greenpeace und Rettet den Rursee:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Gefragt sind zunehmend flinke Ausgleichskraftwerke oder Zwischenspeicher in der Nähe großer Solar- und Windstromanlagen, sowie die effektive Steuerung von Stromangebot und -nachfrage.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Befürchtung, dass das PSW nur pro forma nützlich für die Energiewende ist, wird ebenfalls in der Studie der beiden Umweltschutz-Organisationen geteilt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Für die Umweltorganisationen ist daher klar, dass ein derart an der Realität der Energiewende vorbeiinvestiertes Vorhaben niemals im Öffentlichen Interesse stehen kann.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber: Was wissen die Österreicher, deren Strommix <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Energiewirtschaft#.C3.96sterreichischer_Strommix" target="_blank">rund 70% Ökostrom</a> enthält, die ihren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Zwentendorf#Volksabstimmung" target="_blank">Atomausstieg bereits im Jahr 1978</a> vollführt haben, schon über die Energiewende…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders die verbliebenen Befürworter des Pumpspeicherwerks am Rursee sollten die Studie aufmerksam lesen. Wer keine Zeit hat, die 11-seitige Abhandlung zu studieren, dem sei zumindest das Fazit ans Herz gelegt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Das Pumpspeicherkraftwerk Kaunertal [Rursee] ist:<br />
<strong>ein Projekt von gestern</strong> und wäre auf thermische Großkraftwerke und den Höchstspannungsleitungsausbau v.a. in Deutschland angewiesen.<br />
Es <strong>blockiert und behindert den Umstieg auf Erneuerbare Energien</strong> wie Sonne, Holz und andere Biomasse durch die Fehlallokation der Mittel.<br />
Es <strong>ist ökonomisch höchst riskant</strong> und könnte schon in wenigen Jahren ein „<strong>stranded investement</strong>“ werden, das von den Tiroler [NRW] Steuerzahlern oder Stromkonsumenten bezahlt werden muss.<br />
Pumpspeicherung ist als Ergänzung von thermischen Großkraftwerken, bei gleichem Besitzer evtl. attraktiv. Aus der Mischrechnung kann je nach Primärenergiekosten bei thermischen Grosskraftwerk eine Rendite generiert werden. – Das heißt im Umkehrschluss <strong>Atom- und Kohlekraftwerke können mit Pumpspeicherkraftwerken rentabler betrieben werden</strong>. Wenn die TIWAG [Trianel] auf dieses Auslauf-Modell setzen will, sollte sie dies offen kommunizieren.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.wwf.at/de/view/files/download/forceDownload/?tool=12&amp;feld=download&amp;sprach_connect=2258 " target="_blank">Die gesamte Studie kann man hier runterladen.</a></p>
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		<title>Was meinen die Naturschützer zu den Trianel-Plänen?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 22:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dachverband der Naturschutzverbände NRW hat im April 2012 zu den, bei der Bezirksregierung Köln anhängigen Regionalplanänderungs- und Raumordnungsverfahren Stellung genommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ebenso wie unsere Bürgerinitiative kritisiert der Verband die mangelhafte und oberflächliche Ausarbeitung der von Trianel vorgelegten Unterlagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Naturschutzverbände messen dem Pumpspeicherwerk bestenfalls kurze bis mittelfristige Bedeutung bei der Netzstabilisierung zu. Ausdrücklich fordern sie einen vollständigen und raschen Rückbau, nachdem die energiewirtschaftliche Notwendigkeit nicht mehr gegeben sei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bürgerinitiative Rettet den Rursee bezweifelt bereits heute die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des gigantischen, Natur zerstörenden Projektes, und sieht in dem Pumpspeicherwerk lediglich eine Möglichkeit für die Trianel GmbH, billig zu erwerbenden Grundlaststrom zu einem gewinnträchtigen Geschäft zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch damit fördert Trianel das Überleben der alten, nicht regelbaren Grundlastkraftwerke und den Atomstrom.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.lb-naturschutz-nrw.de/fileadmin/redaktion/fachgebiete/Landesplanung/STN_regionalplanaenderung_koeln_ta_aachen_wasserspeicherkraftwerk_rurtalsperre.pdf" target="_blank">Hier der komplette Text der Naturschutzverbände NRW zum nachlesen.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Riskiert Trianel ein Umkippen des Rursees?</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 15:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologisch]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Bauphase will Trianel den Wasserkörper bis 240 NN absenken. Der Energiekonzern erwähnt im Fachbericht auf seiner Homepage "wesentliches Gefährdungspotential für die Fischfauna" und sagt weiter, dass damit zu rechnen sei, dass Sauerstoffmangel im Wasser entsteht. Was würde das für das Ökosystem Rursee bedeuten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_280" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><a href="http://www.flickr.com/photos/digital-anger/2498127950/sizes/z/in/photostream/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-280 " src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/11/2498127950_89c3dcb284_z.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: herrsebastianjansen (CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p>Durch das Ablassen des Kaltwasserbereichs (der sauerstoffreichen Schichten des Sees, der Rückversicherung für die heißen Monate) in den Sommermonaten der Bauphase, entsteht ein erhöhtes Risiko für Sauerstoffmangel. Ein Umkippen des Sees wird so sehr wahrscheinlich, da nur 10 % (240NN) des Wassenvolumens, die mäßig und warme Zone, übrig blieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Trianel argumentiert, dass der See bereits im November 1976 diesen Stand hatte. Das stimmt zwar, dennoch ist der Tiefststand diesmal für die Bauphase von April bis Oktober (die heißen Monate) geplant und deshalb nicht zu vergleichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens: Über den heißen  Sommer 1976  &#8211; in der Zeit vom 1. April bis 1. September 1976 &#8211; lag der Wasserstand zwischen 268,42 NN und 253,52 NN und damit wesentlich höher. Ein Unterschied von 92,3 Mio m³ bzw. 33,5 Mio m³ zum geplanten Seestand während der Bauphase.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der von Trianel zitierte Hinweis, der See wäre schon bei 255.00 NN gewesen und es wären ja &#8220;nur&#8221; 15 m Unterschied, muss auch richtig gestellen werden: Der Seestand von 255 NN &#8211; verglichen mit dem geplanten Stand in der Bauphase von 240,00 NN &#8211; entspricht einer Menge von 56 Mio. m³, also der dreifachen Menge, die dann im Restsee verbleiben würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das bedeutet, dass die Fische über die Sommermonate im warmen, sauerstoffarmen Restsee schwimmen müssten. Da Wasser bekanntlich weniger Sauerstoff bindet je wärmer es ist, würde es einen erheblichen Einschnitt der Sauerstoffkonzentration geben. Viele Fische könnten ersticken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Regen würde im nunmehr freiliegenden Schlamm Nährstoffe freisetzen, die wiederum zu Algenwachstum führen, und somit zu einer ph-Wert Änderung. Schließlich bildet sich aus harmlosem Ammonium tödliches Ammoniak. Spätestens jetzt ist ein massenhaftes Fischsterben sehr wahrscheinlich.</p>
<h2>Das Aus für das Leben im See?</h2>
<p>Trianel riskiert also das Leben und die Biodiversität im Rursee. Seit über 50 Jahren pflegen über 2000 organisierte Hegefischer einen auf die Talsperre abgestimmten Fischbestand:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir sprechen hier von mehr als 21 unterschiedlichen Fischarten. Ein fischereibiologisches Gutachten, das  2005 &#8211; 2008 für die sinnvolle Bewirtschaftung des Sees erstellt wurde, liefert folgende Fakten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>ca. 350.000 Fischsetzlinge (jährlich Besatz)</li>
<li>Zuwachs des Fischbiomasse von 3,5-5t jährlich</li>
<li>Entnahme von Hegefischern zwischen 3,5-7,5t jährlich</li>
<li>Entnahme durch den Kormoran 3,5-14t jährlich (Stand 2008)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es geht hier nicht um eine finanzielle Erstattung oder um eine Wiedergutmachung durch jährlichen, neuen Besatz:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Hier steht ein seit 1939 gewachsener Genpool, der sich optimal an die Bedingungen des Gewässers angepasst hat, auf dem Spiel.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Rursee würde langfristig sterben</title>
		<link>http://rettetdenrursee.de/oekologische_probleme_durch_das_psw/der-rursee-wurde-langfristig-sterben/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 15:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zu 2 Meter Tide, gigantische Strömungen, aufgewirbelte Sedimente und zerstörte Laichhabitate: Die Pläne des Stromhändlers Trianel stellen einen riesigen, unverantwortlichen Eingriff in das Ökosystem Rursee dar. Auch die flussabwärts gelegenen Ökosysteme würden durcheinander gebracht und gefährdet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_285" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.flickr.com/photos/joerghennicke/478879541/sizes/z/in/photostream/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-285  " src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/11/478879541_bcf0c47cc3_z.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Uferbereich am Rursee Foto: Jott! (CC BY-NC-SA 2.0)</p></div>
<p>Zu den langfristigen Auswirkungen des Pumpspeicherwerks zählt die Erhöhung der Fließgeschwindigkeiten im Auslaufbereich auf 50 cm/s im Maximum. Somit würden Schlamm-, Lehm- und Sand-Strukturen im See umgeschichtet. Eine tägliche Bewegung der Sedimente bei jedem Hochpumpen und Ablassen. Diese würde im Rursee zu einer ausgewaschenen, toten Geröllwüste rund um die Woffelsbacher Bucht führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Nahrungsgrundlage für alles Leben in diesem Seebereich würde langfristig zerstört.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Fachbericht von Trianel fehlt auch noch die Betrachtung über die durch natürlichen Abfluss am Kraftwerk Schwammenauel hinzukommende Tiefenströmung von ca. 35m³/s. Diese würde sich &#8211; durch die unterschiedlichen Tagesvergütungen pro erzeugter Megawattstunde am Strommarkt &#8211; im gleichen Zeitrahmen bewegen wie die des geplanten Pumpspeicherwerks.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hinzu addieren muss man auch noch die Tiefenströmungen von den beiden Ablässen (Kegelstrahlschiebern), die im Hochwasserfall Strömungen von bis zu 70 m³/s zusätzlich liefern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Die mögliche, gesamt strömende Menge im See beträgt nun also schlimmstenfalls bis zu 445m³/s!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Trianel spricht in ihren Gutachten hingegen &#8220;nur&#8221; von 340 m³/s. Die im Falle eines Vollstaus entstehende, zusätzliche Strömung durch den Überlauf ignoriert die Firma aus Aachen. Zur Erinnerung: <strong>Allein die von Trianel eingeräumten 340 m³/s sind schon mehr Wasser, als die Mosel bei Koblenz in den Rhein abgibt (328 m³/s)!</strong></p>
<h2>Müssen wir denn schon wieder Trianels Hausaufgaben machen?</h2>
<p>Die durch die hohe Strömung ausgewaschen Sedimente und Nährstoffe belasten dann auch die Rur, was sich auch wiederum negativ auf Flora und Fauna des Gewässers fussabwärts, Richtung Düren, auswirken würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Rur, der Maas und dem Rhein bis hin zum Meer sind millionenschwere, wasserbauliche Maßnahmen realisiert worden, um die Durchgängigkeit für Aal, Lachs und andere Fischarten wieder zu gewährleisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Maßnahmen, wie z.B. die Fischtreppe in Obermaubach,  sind durch das Projekt &#8220;Lachs 2000&#8243; zur Wiederansiedlung des ursprünglich in der Rur beheimateten Lachses begründet. Die jahrelangen Besatzmaßnahmen und das ganze Projekt würden einen herben Rückschlag erfahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Fische, die die Bauphase trotz alledem überleben, müssten &#8211; Tag ein, Tag aus &#8211; mit weiteren Bedrohungen kämpfen, denn auch mit thermischen Belastungen müssen die Fische zurecht kommen: In der Winterruhe haben die Fische durch die ständigen Umschichtungen des Wassers zusätzliche Energie aufzuwenden, um den für sie optimalen Standort zu finden. Das zehrt im Winter, wenn kaum noch Nahrung vorhanden ist, an ihrer Energiereserve.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Laichhabitate und Brutfischzonen befinden sich an den flachen Hängen rund um den gut 30 km umfassenden See. Sie würden durch die 2m Tide mehrmals täglich trocken fallen. Dies bedeute, dass der Fisch- und Froschlaich in Zukunft täglich trocken liegen würde und die Fisch- und Froschbrut zusätzliche Verluste zu verbuchen hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Eigeninitiative der Fischereipächtergemeinschaft, den Ortsvereinen am Rursee und in Zusammenarbeit mit dem WVER wurden viele Stege schon heute mit Laichhilfen ausgestattet. Seit Jahren ist auch eine schwimmende, 1000 m³ große, mit Laichhilfen bestückte Insel in Planung, die in einer Bucht versuchsweise installiert werden soll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie will Trianel die vielen Quadratkilometer an Flachwassergebieten &#8211; die Kinderstube von Fischen und Fröschen, die durch das Pumpspeicherwerk wegfallen würden &#8211; wieder auffangen? Wie eine nachhaltige Reproduktion des angestammten Genpools sicher stellen? Antworten auf diese Fragen verschweigt der Energiekonzern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&#8220;Vater&#8221; Rursee darf nicht sterben!</strong></p>
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