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	<title>Rettet den Rursee &#187; psw</title>
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	<description>Stoppt Trianel!</description>
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		<title>Pumpspeicherkraftwerke und wie sie funktionieren</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 13:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisch]]></category>
		<category><![CDATA[psw]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten Pumpspeicherwerke wurden um 1920 errichtet. Ein Entwicklungspionier war der deutsche Ingenieur Artur Koepchen. Die Pumpspeichertechnik sollte nachts den Strom der Kohlekraftwerke nutzen, die in ihrer Leistung nicht regulierbar waren und deshalb eine Möglichkeit benötigten, den überschüssigen Strom im Netz zu verbrauchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee: Wasser wird mit Hilfe von Strom in höher liegende Speicherseen gepumpt. Bei Bedarf kann das Wasser wieder abgelassen werden und treibt so eine Turbine mit einem Generator an – Strom fließt ins Netz. Seit über 80 Jahren hat sich an diesem Prinzip kaum etwas geändert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben diese Technik in einer Grafik verdeutlicht. Sie gilt für alle Pumpspeicherwerke und nicht nur für das geplante Projekt am Rursee..</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_36" class="wp-caption alignnone" style="width: 910px"><img class="size-full wp-image-36" title="Wie funktioniert ein Pumpspeicherwerk?" src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/11/psw_wie.jpg" alt="" width="900" height="600" /><p class="wp-caption-text">Schematische Darstellung der Funktionsweise eines PumpSpeicherWerks (PSW)</p></div>
<p>Wasser wird mit einer Maschine, der Pumpturbine, von einem niedrigen Niveau auf ein höheres gepumpt. Dadurch bekommt es eine andere, eine höhere potentielle Energie.<br />
Somit kann das hoch gepumpte Wasser Arbeit verrichten, wenn es aus der Höhe in sein ursprüngliches Reservoir zurückströmt und dabei die Turbine antreibt. Man kann zwar nicht die gesamte Energie, die man zum Hochpumpen gebraucht hat, zurückgewinnen, aber bis zu 80 %  davon.<br />
Das bedeutet: Für jede Kilowatt-Stunde, die man zum Pumpen eingesetzt hat, bekommt man 0,8 Kilowatt-Stunden zurück. Oder aber: <strong>Für 1 kWh, die man erzielen will, muss man 1,25 kWh investieren.</strong><br />
Eine solche Anlage verbraucht Energie, deshalb ist sie auch kein Kraftwerk, wie Trianel schreibt. Ein Kraftwerk erzeugt Strom. Ein Pumpspeicherwerk verbraucht Strom.<br />
Es speichert lediglich einen Teil der zuvor eingesetzten Pumpenergie im Oberbecken in Form von Wasser.</p>
<h2>Pumpspeichertechnik benötigt viel Platz.</h2>
<p>Sie verbraucht Landschaft. Viel Landschaft. Die Energie, die man je Kubikmeter Wasser durch Veränderung der Höhe speichern kann, ist gering. Sie hängt von der Menge des Wassers ab, die im Oberbecken zur Verfügung steht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Fall des Rurspeicherwerks soll der Obersee bei Strauch 50ha groß werden. Die Höhendifferenz zwischen Oberbecken und dem Rursee als Unterbecken beträgt ca. 240 m. Um die geplante Riesenleistung von 640 MW (Megawatt, 1MW = 1000 kW) zu erreichen, muss viel Wasser den Berg hinunter laufen. Trianel sagt, es wären 340 Kubikmeter pro Sekunde.<br />
Bildlich gesprochen fließt also bei Volllastbetrieb 6 Stunden lang mehr Wasser in die Rurtalsperre, als die Mosel bei ihrer Einmündung in den Rhein schüttet. Entsprechende Strömung inklusive!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Obersee, aus dem das Wasser kommt, soll 7,6 Mio. Kubikmeter fassen. Die dafür benötigte Fläche umfasst 81 Hektar (mehr als 81 Fußballfelder). Der künstliche See soll 20m tief werden.<br />
Dafür soll der Höhenzug Buhlert geopfert werden. Der Höhenrücken würde ausgehöhlt, das heraus gebaggerte Material seitlich als Wall aufgeschüttet. 33 Hektar Wald sollen gerodet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwischen Oberbecken und Unterbecken versorgt &#8211; laut Planung &#8211; ein 3 km langes, unterirdisches Fallrohr die Turbine mit Wasser. Angeschlossen ist ein Generator zur Stromerzeugung. Ein Transformator verwandelt den Generatorstrom in Hochspannungsstrom. Dieser wird über eine Hochspannungsleitung ins Netz eingespeist.</p>
<h2>Der Rursee als mögliches Unterbecken</h2>
<p>240 Meter unterhalb des Oberbeckens liegt der Rursee. Von der Fläche her ist er wesentlich größer, dennoch hätte der Wasserstrom von oben nach unten erheblichen Einfluss: Zum einem auf den Wasserpegel und zum anderen auf die Strömung des als Unterbecken genutzten Sees.<br />
Jahreszeitlich bedingte Pegeländerungen gab es für den Rursee bisher immer. Aber nie so schnell und nie so umfangreich, wie bei einer Realisierung der Trianel-Pläne. Bei Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks sind Wasserschwankungen von bis zu 2 m innerhalb von 6 Stunden zu erwarten.<br />
Strömung gab es im Rursee bislang so gut wie keine, wenn man von der Wasser-Bewegung am Seeeinlauf in Rurberg absieht. Dort kommen im Sommer meist weniger als 5 Kubikmeter pro Sekunde in den See. Manchmal &#8211; bei Schneeschmelze &#8211; sind es kurzfristig um die 20 Kubikmeter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die mit dem Pumpspeicherwerk zu erwartende tägliche Wasserbewegung ist immer ein Angriff auf die Ränder, die Ufer und den Grund des Sees. Was locker und weich ist, wird bewegt. Abgelagerter Schlick und Schlamm kann wieder in Bewegung kommen und den See eintrüben.<br />
Wassersportler werden betroffen sein, wenn sie die Strömung unerwartet trifft und versetzt. Der Laich der Fische ist gefährdet durch die wechselnden Wasserstände. Aufgewirbelter Schlamm kann sich, wenn das Wasser wieder zum Obersee hoch gepumpt wird, am Ufer absetzen. Schlechte Zeiten für das Schwimmbad in Eschauel. Andere Unterbecken an Pumpspeicherseen in Deutschland sind eingezäunt. Dort ist keine Freizeitnutzung mehr möglich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Bau des Pumpspeicherwerks hätte einen immensen Landschaftsverbrauch zur Folge: Nicht nur Naturschutzgebiete wie das Schilsbachtal fielen ihm zum Opfer. <strong></strong></p>
<p><strong>Den Rursee, in seiner heutigen Form, wird es mit dem Pumpspeicherwerk nicht mehr geben!</strong></p>
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