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	<title>Rettet den Rursee &#187; Technisch</title>
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	<description>Stoppt Trianel!</description>
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		<item>
		<title>Was ist über 380kV Erdkabel bekannt?</title>
		<link>http://rettetdenrursee.de/technischer_hintergrund_des_pumpspeicherwerks/was-ist-uber-380kv-erdkabel-bekannt/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 21:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisch]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Beitrag informieren wir über alle Aspekte des 380kV Erdkabels, welche Tatsachen bekannt sind, und wo die Planer Neuland betreten. Wir zeigen, wie die Berliner 380kV „Diagonale“ aufgebaut ist. Erklären, wieso Muffenbauwerke notwendig sind, und warum die von Trianel in ihrem Antrag „Kabeltrasse“ ausgeführte Verlegungsvariante nichts mit der Realität zu tun hat.
Unser Gastautor ist Dipl. Ing. für Elektrotechnik. Ein Fachmann für diese Fragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die BI hat recht, wenn sie sagt, dass es in Deutschland bisher nur ein einziges Erdkabel in der 380 kV-Spannungsebene gibt, nämlich zwei Teilstücke der sogenannten Berlin-Transversalen (Berlin-Diagonale). Die beiden Erdkabel-Teilstücke wurden in den Siebziger- und Neunziger Jahren gebaut (siehe rote Kreise in der Grafik). Außerdem besteht die Transversale noch aus Freileitungsabschnitten und einer Verkabelung im Tunnel (Bilder der Tunnelverkabelung sieht man sehr häufig im Internet)</p>
<p>&nbsp;<br />
<a href="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/12/380kv.png" target="_blank"><img src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/12/380kv.png" alt="" title="380kv" width="1060" height="654" class="alignleft size-full wp-image-595" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p>Wichtig ist: Beide Erdkabel-Teilstücke in Berlin wurden in der damals üblichen Ölkabel-Technik ausgeführt. Heute würde man so genannte VPE-Kabel (Kunststoff-isolierte Kabel) verwenden, die in der 110 kV-Spannungsebene schon länger üblich sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erfahrungen mit Kabeltrassen in Dänemark oder gar in Japan können nicht die fehlenden Erfahrungen mit solchen Techniken in Deutschland aufwiegen. Unzureichende Kenntnisse der technischen Randbedingungen in den genannten Ländern lassen einen seriösen Erfahrungstransfer nicht zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Diskussion Kabel &#8211; Freileitung:</h2>
<p>Derzeit findet man im Internet sehr viele Beiträge, die sich mit technischen und kommerziellen Vergleichen zwischen Erdkabeln und Freileitungen beschäftigen. Das liegt daran, dass allen Akteuren der Energiewende bewusst ist, dass es insbesondere an Übertragungsleitungen fehlt, insbesondere den Leitungen in Nord-Süd-Richtung. Da Genehmigungsverfahren für neue Freileitungstrassen bis zu 15 Jahre dauern, rücken die Erdkabel verstärkt in den Fokus. Dies wurde (und wird weiterhin) auch dadurch verstärkt, dass die Bevölkerung im Allgemeinen davon ausgeht, dass ein Erdkabel &#8220;gesünder&#8221; ist.</p>
<p>Die Tatsache, dass Erdkabel im Boden verschwinden, wird gleichgesetzt mit der Annahme absoluter Natur- und Menschenverträglichkeit. Die Folge ist: Oftmals fordert die Bevölkerung die Verlegung eines Erdkabels an Stelle einer Freileitung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Verbundnetzbetreiber haben mit Hilfe vieler eigener Untersuchungen mittlerweile eine einstimmige Front gegen Erdkabel aufgebaut. Grund ist wahrscheinlich: Erdkabel sind vier bis zehn Mal teurer als Freileitungen. Diverse Untersuchungen seitens verschiedener Verbundnetzbetreiber liegen der BI als PDF-Dateien vor und können bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine recht objektive Gegenüberstellung von Freileitung und Erdleitung findet sich hier:</p>
<p><a href="http://www.forum-netzintegration.de/59/?L=0">http://www.forum-netzintegration.de/59/?L=0</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Magnetfelder von Erdkabeln</h2>
<p>Wie schon erwähnt, wird von der Bevölkerung regelmäßig übersehen, dass auch ein Erdkabel ein nennenswertes Magnetfeld erzeugt. Magnetfelder können nämlich nicht bzw. nur sehr schwer abgeschirmt werden. Die Höhe des Magnetfelds hängt von der Entfernung zum Kabel bzw. zur Freileitung ab (1/Radius).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unmittelbar über einem Erdkabel (also im Bereich der Straße, unter der ein Erdkabel verlegt ist), ist das Magnetfeld sogar größer als das einer Freileitung. Das liegt einfach daran, dass der Abstand zu einem Erdkabel geringer ist als der Abstand zu einem Freileitungsseil. Im Vergleich zur Freileitung nimmt das Magnetfeld eines Erdkabels jedoch deutlich schneller ab, je weiter man sich vom Kabel entfernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wissenschaftler der RWTH Aachen<a name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a> bestätigen diese Aussagen, weswegen dieser Aspekt als gesichert angesehen werden kann. Herr Dr. Schöpfer hat in diesem Punkt auch keinen Einwand erhoben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Magnetfeld der 380 kV-Leitung durch Schmidt und Hausen wird den in Deutschland geltenden Grenzwert der 26. BImSchG (100µT) nicht überschreiten, sondern wahrscheinlich deutlich unterschreiten. Dies ist Trianel bewusst, weswegen man den Aspekt &#8220;Schutzgut Mensch&#8221; in den Antragsunterlagen zum Raumordnungsverfahren sehr lapidar beantwortet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist natürlich nachvollziehbar, dass die betroffenen Anwohner trotzdem besorgt sind. Zumal es in den vielen Studien zur Verträglichkeit von &#8220;niederfrequenten elektromagentischen Strahlen&#8221; auch solche gibt, die eine negative Beeinflussung der Gesundheit von Kindern (Leukämie) zumindest nicht ausschließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und außerdem gelten in den Niederlanden, der Schweiz, Israel, Irland und in Italien deutlich niedrigere Grenzwerte (1 µT). Die dort geltenden Werte würden durch das Kabel von Trianel mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich übertroffen. Siehe dazu folgende Quelle:</p>
<p><a href="http://www.forum-netzintegration.de/77/">http://www.forum-netzintegration.de/77/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zweifel an dem in Deutschland geltenden Grenzwert für die Magnetfeldstärke drängen sich also auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Verlegung des Erdkabels im Bündel oder &#8220;nebeneinander&#8221;</h2>
<p>Diese Frage ist von besonderer Bedeutung, sowohl für den Flächenverbrauch der Kabeltrasse als auch für die auftretenden Magnetfelder.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Denn: Je &#8220;idealer&#8221; ein sogenanntes Dreierbündel realisiert werden kann, desto besser kompensieren sich die Magnetfelder der drei Einzelleiter. Im nur theoretisch denkbaren Idealfall (alle drei Leiter liegen an derselben Stelle) kompensieren sich die auftretenden Felder zu Null (elektrotechnische Erklärung: in einem symmetrischen Drehstromsystem addieren sich die Ströme in den drei Leitern zu jedem Zeitpunkt zu Null. Das gleiche gilt für die von den Strömen hervorgerufenen Magnetfelder). Je weiter die drei Einzelleiter voneinander entfernt liegen, desto geringer ist der Effekt der Kompensation und desto größer ist das messbare Gesamt-Magnetfeld der Kabeltrasse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Bündelverlegung hätte natürlich auch den positiven Effekt, dass die Kabeltrasse verhältnismäßig schmal bleiben würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Verlegung im Dreierbündel wäre also aus diesen beiden Gründen anzustreben. Ob das allerdings möglich ist, hängt davon ab, wie stark das Erdkabel belastet ist, d.h. wie hoch der Strom ist, der durch das Kabel fließt. Denn der Strom erzeugt Wärme im Kabel und diese muss nach außen abgeführt werden. Andernfalls wird das Kabel zu warm und die Isolierung nimmt Schaden.</p>
<p>Ergibt sich bei der genauen Auslegung des Kabels, dass die durch den Stromfluss entstehende Wärme nur dann ausreichend abgeführt werden kann, wenn die Kabel nebeneinander verlegt werden (statt im Dreierbündel), dann steigt der Flächenverbrauch der Trasse und zusätzlich die Emission des Magnetfelds deutlich an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch für die deutschen Netzbetreiber wäre die Dreier-Verlegung oder Bündelverlegung also eine interessante Option. Intensive Internet-Recherchen zeigen aber, dass diese Art der Verlegung bisher nirgendwo untersucht worden ist. In keiner bisher bekannten Veröffentlichung ist jemals von einer Bündelver­legung im 380 kV-Spannungsbereich berichtet worden. Alle Planungen und Pilotprojekte zeigen eine &#8220;Nebeneinander&#8221;-Verlegung der Kabel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies ist verwunderlich und legt die Vermutung nahe, dass Trianel in den Unterlagen des Raumordnungsverfahrens entweder bewusst falsche Tatsachen darstellt oder aus Unkenntnis so handelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unterstellt man, dass Trianel den ganzen Sachverhalt jedoch kennt, trotzdem aber nur die &#8220;harmlose&#8221; Bündelverlegung in seinen Planunterlagen darstellt, muss man mindestens eine unzureichende Informationspolitik, eher aber eine Täuschung der Öffentlichkeit annehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Muffenbauwerke</h2>
<p>Sollte im günstigsten Fall tatsächlich eine Bündelverlegung realisiert werden, dann muss trotzdem festgestellt werden: die erforderlichen Muffenbauwerke sind auf eine Nebeneinander-Verlegung der drei Kabel auszulegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Muffenbauwerke dienen dazu, einen Zugangspunkt zu den Muffenverbindungen zu schaffen (meist unterirdisch) und um Wartungs- und Reparaturarbeiten zu vereinfachen. Außerdem sind die Muffen entlang der Längsachse der Kabel versetzt und in dem Bereich der Muffen auf einen Abstand von 1,5 m gespreizt angeordnet, um hier Freiraum für eventuell notwendige Arbeiten zu schaffen.<a name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a> Im Resultat bedeutet dies: Unabhängig von einer Bündel-oder Nebeneinander-Verlegung werden alle 700-900 Meter (abhängig vom Kabeltyp, der derzeit noch nicht bekannt ist) Muffenbauwerke entstehen, die eine Dimension von ca. 6m x 8 m (B x L) haben werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Die Ausführungen machen deutlich, dass keineswegs die erforderlichen Erfahrungen mit 380 kV Erdkabeln in Deutschland vorliegen. Dies kommt auch in den unzureichenden Ausführungen von Trianel zu der Realisierung der Kabeltrasse und den zu erwartenden Magnetfeld-Emissionen zum Ausdruck.</strong><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>Trianel will eine Genehmigung für eine 380kV Höchstspannungsleitung von der Bezirksregierung Köln erhalten, ohne die für das Projekt nötigen Voraussetzungen zu haben! Typisch Trianel! </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<div id="sdfootnote1">
<p><a name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc"></a>1 Frank Gollnick, RWTH Aachen in &#8220;Die Illusion vom schönen gesunden Erdkabel&#8221;, Artikel in der Zeitschrift Welt vom 16.11.12</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="sdfootnote2">
<p><a name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc"></a>2 &#8220;Ausbau elektrischer Netze mit Kabel oder Freileitung unter besonderer Berücksichtigung der Einspeisung Erneuerbarer Energien&#8221;, Eine Studie im Auftrag der Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, S. 48</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Das 380kV-Erdkabel durch Schmidt &amp; Hausen</title>
		<link>http://rettetdenrursee.de/technischer_hintergrund_des_pumpspeicherwerks/das-380kv-erdkabel-durch-schmidt/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2012 18:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Trianel erklärt in seinem Antrag im „Raumordnungsverfahren zur Netzanbindung“ bei der Bezirksregierung in Köln, die 380kV-Leitung vom Kraftwerk bei Gerstenhof unterirdisch durch das Gemeinde- und Ortsgebiet von Schmidt, durch den National-Park Eifel und weiter bis auf das Stadtgebiet von Heimbach-Hausen verlegen zu wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer im November 2012 neu vorgelegten Variante 5.3 soll das Erdkabel durch die Bade ein anschließendes Wasserschutzgebiet des Wasserverbandes Gödersheim bis an den Anschlußpunkt an die 380kV Freileitung in der Nähe der Quellfassung Gödersheim verlegt werden.</p>
<p>Zur Verlegung im Erdgraben gibt es eine kleine Schnittdarstellung, in der die drei 380kV-Kabel in einem 1m breiten, und 1,6 Meter tiefen Schacht einträchtig nebeneinander liegen. (Raumordnungsverfahren zur Netzanbindung Teil A, Seite 19)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese (schöne) kleine Grafik hat nur einen Fehler: Eine derartige Verlegung wird von Fachleuten auf längeren Strecken bisher ausgeschlossen.<br />
Auch zu der von Trianel angestrebten, unterirdischen Verlegung auf der projektierten Länge hat bisher niemand in Deutschland Erfahrungswerte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die längste, bisher in Deutschland gebaute, unterirdische 380kV-Leitung gibt es in Berlin: Sie ist 11 km lang, wassergekühlt und liegt in einem begehbaren Tunnel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die von Trianel in der Rureifel geplante Trasse wird auf ca. 13 km geschätzt. Im Unterschied zu Berlin soll sie einfach nur in der Erde verlegt werden und das ohne jede Kühlung! Obwohl es zu dieser projektierten Bauweise noch keine Erfahrungswerte gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Leitung soll in Längsrichtung durch den Ort Schmidt verlaufen und über 2 Straßen der Gemeinde Hausen. Geht es nach den Planern von Trianel in der Mitte der Dorfstraßen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Expertenmeinung ist die magnetische Strahlung des Erdkabels an der Oberfläche durchaus mit der unter einer Hochspannungsleitung vergleichbar.<br />
Die Verbindungsmuffen der einzelnen Kabelteilstücke, alle 700-900 Meter (abhängig vom Kabeltyp, der derzeit noch nicht bekannt ist) verbaut, haben es auch in sich. Einzelne Muffen sollen sich schon unter lauten Knall und unter Hinterlassung eines beachtlichen Kraters von ihrer verbindenden Funktion verabschiedet haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Forschung zu Erdverkabelung steckt noch in den Kinderschuhen. Erfahrungswerte sind wenig vorhanden. Insofern dürfen sich die Bewohner von Schmidt und Hausen als Beteiligte eines Großversuchs der Firma Trianel verstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Hintergrundinformationen zum Thema 380kV Erdleitungen</h2>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdkabel" target="_blank">Die Wikipedia zum Thema Erdkabel</a></li>
<li><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article111193105/Die-Illusion-vom-schoenen-gesunden-Erdkabel.html" target="_blank">welt.de: Die Illusion vom schönen, gesunden Erdkabel</a></li>
<li><a href="http://www.forum-netzintegration.de/59/" target="_blank"> forum-netzintegration.de: Kosten sowie Auswirkungen auf Natur und Umwelt</a></li>
<li><a href="http://www.alt.fh-aachen.de/downloads/Allgemeines/Erdkabel%20380%20kV%20Oswald%20Bruderle%20FDP%20DENA%2022.02.2011.pdf" target="_blank">Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt (FH Aachen): Wunsch und Wirklichkkeit: Freileitung oder Kabel</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Trianel und die Zahlen: Zwei Gegensätze prallen auf einander…</title>
		<link>http://rettetdenrursee.de/technischer_hintergrund_des_pumpspeicherwerks/trianel-und-die-zahlen-zwei-gegensatze-prallen-auf-einander/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 22:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rettetdenrursee.de/?p=333</guid>
		<description><![CDATA[640 MW an Leistung soll das Pumpspeicherkraftwerk am Rursee bekommen. Das ist eine ganze Menge. Ein großes Dampfkraftwerk hat heutzutage meist um die 1000 MW. Das ist jeweils die Leistung. Pumpspeicherkraftwerke arbeiten aber nicht immer. Man muß länger mit den Pumpturbinen pumpen, als man Strom erzeugen kann. Schauen wir uns die Zahlen einmal genauer an:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trianel sagt, man könne mit dem hier geplanten Kraftwerk 460.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das ist natürlich eine rein rechnerische Größe und nur der Anschaulichkeit halber gewählt. Nimmt man diese Zahl und den genannten Wirkungsgrad von 80 %, wird Strom für 575.000 Haushalte zum Pumpen verbraucht. Die Differenz von 115.000 Haushalten stellt damit den Eigenverbrauch des Kraftwerks dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Pumpwerk hat also einen Stromverbrauch von 115.000 Haushalten. Die Gemeinde Simmerath hat etwa 15.500 Einwohner und damit vielleicht 6000 Haushalte.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die wenigen Zahlen, die Trianel angibt, geben aber auch noch mehr her: Die Statistik  für Deutschland kennt gültige Werte des durchschnittlichen Stromverbrauches: Der beträgt 3500 kWh im Jahr für den Durchschnittshaushalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Setzt man diese Zahl ein, d.h. multipliziert man die o.g. 460.000 Haushalte mit dem Durchschnittsverbrauch (3500kWh), kommt man auf 1,61 Mrd. kWh. Um diese Menge an Energie abzugeben, muß das Pumpspeicherwerk Rursee mit seinen 640 MW Leistung ziemlich genau 2515 Stunden im Jahr Strom abgeben…das aber im Volllastbetrieb!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist das realistisch? Wieviel Strom geben denn andere deutsche Pumpspeicherwerke ab? Markersbach kommt nur auf magere 940 Stunden Leistung im Jahr. Bei dem bisher größten Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands in Goldisthal kommt man rechnerisch auf etwa 1700 Stunden Leistungsbetrieb im Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir erinnern uns: Das Pumpspeicherwerk Rursee soll es auf Stolze 2515 Betriebsstunden bringen… Woher Trianel seine optimistische Aussage hat, mit denen es auch die möglichen Erträge des Pumpspeicherwerks rechnet, ist zumindest unklar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Spannend ist auch, mit welchen Zahlen Trianel bei seinem Windparkprojekt rechnet: Im Windpark Borkum werden für die Firma  40 Stück 5 MW-Windanlagen errichtet. Gesamtleistung also 200 MW, die Zahl an Volllaststunden soll zwischen 3500 und 4000 liegen. Man kann also mit einem Durchschnittswert von 3750 Stunden rechnen. Das ergibt eine Jahresstromleistung von 750 Mio. kWh. Damit will Trianel  200.000 Haushalte versorgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine kleine Kopfrechnung: Hier geht also Trianel davon aus, dass der durchschnittliche Haushalt  3750 kWh im Jahr verbraucht! Ja, was denn nun, verbrauchen Windkunden 250 kWh mehr Strom als Pumpspeicherkunden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn nun die Kunden des Pumpspeicherwerks Rursee auch durchschnittlich 3750 kWh Strom verbrauchen würden, müsste die Turbine mit ihren 640 MW bereits 2695 Stunden im Jahr unter Volllast laufen!</p>
<h2>Aber die Firma Trianel macht noch mehr Wind.</h2>
<p>Bei Eisleben ist ein Windpark in Planung. Hier will Trianel 65 Mio. kWh Strom erzeugen und damit (rechnerisch) 16.000 Haushalte pro Jahr mit Strom versorgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Trianel sind die Eislebener die größten Stromverbraucher: Hier soll jeder Haushalt 4060 kWh verbrauchen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn die Eifeler jetzt auch, wie die Eislebener, 4060 kWh pro Jahr und Haushalt verbrauchen wollen?  Das geplante 640 MW Pumpspeicherwerk, müsste dann bereits 2920 Stunden im Jahr unter Volllast Strom liefern!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welcher Wert gilt denn nun?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Trianel weiß der eine nicht, was der andere als Zahlenmaterial verwendet!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unkenntnis? Unerfahrenheit? Irreführung?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wie passt das zu den gängigen Betriebszeiten der bereits heute vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke? Zur Erinnerung: Markersbach läuft 940 Stunden im Jahr. Goldisthal, das modernste und der Star der Pumpwerke, bringt es auf 1700 Betriebsstunden im Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wieso kommt dann Trianel auf die Idee, mit dem Pumpspeicherwerk Rursee die stolze Auslastung von 2500 Stunden…oder 2700 Stunden… oder gar 2900 Stunden zu schaffen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Womit kalkuliert Trianel, wenn es die Milliardenkosten der Pumpspeicherwerks Rursee in Bezug setzt zu einer möglichen Amortisation oder gar zu einem Gewinn?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Andere Energieerzeuger steigen aus der Pumptechnik aus: <a href="http://www.dnn-online.de/radebeul/web/regional/wirtschaft/detail/-/specific/Oekostrom-macht-Pumpspeicherwerk-Niederwartha-zu-teuer-1685252560" target="_blank">So will Vattenfall das PSW Niederwartha bei Dresden stilllegen.</a> <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.pumpspeicherkraftwerk-so-rechnet-sich-atdorf-nicht.93ecafec-f7dc-428a-9278-2e1323998d29.html" target="_blank">RWE und EnBW stoppen das Milliardenprojekt Atorf.</a> <a href="http://www.hna.de/nachrichten/kreis-waldeck-frankenberg/korbach/kavernen-pumpspeicherkraftwerk-waldeck-2plus-wird-vorerst-nicht-gebaut-2532387.html" target="_blank">EON verschiebt den Ausbau des PSW Waldeck.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Trianel ist natürlich schlauer… oder?</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pumpspeicherkraftwerke und wie sie funktionieren</title>
		<link>http://rettetdenrursee.de/technischer_hintergrund_des_pumpspeicherwerks/wie-funktioniert-ein-pumpspeicherwerk/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 13:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisch]]></category>
		<category><![CDATA[psw]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten Pumpspeicherwerke wurden um 1920 errichtet. Ein Entwicklungspionier war der deutsche Ingenieur Artur Koepchen. Die Pumpspeichertechnik sollte nachts den Strom der Kohlekraftwerke nutzen, die in ihrer Leistung nicht regulierbar waren und deshalb eine Möglichkeit benötigten, den überschüssigen Strom im Netz zu verbrauchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee: Wasser wird mit Hilfe von Strom in höher liegende Speicherseen gepumpt. Bei Bedarf kann das Wasser wieder abgelassen werden und treibt so eine Turbine mit einem Generator an – Strom fließt ins Netz. Seit über 80 Jahren hat sich an diesem Prinzip kaum etwas geändert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben diese Technik in einer Grafik verdeutlicht. Sie gilt für alle Pumpspeicherwerke und nicht nur für das geplante Projekt am Rursee..</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_36" class="wp-caption alignnone" style="width: 910px"><img class="size-full wp-image-36" title="Wie funktioniert ein Pumpspeicherwerk?" src="http://rettetdenrursee.de/wp-content/uploads/2012/11/psw_wie.jpg" alt="" width="900" height="600" /><p class="wp-caption-text">Schematische Darstellung der Funktionsweise eines PumpSpeicherWerks (PSW)</p></div>
<p>Wasser wird mit einer Maschine, der Pumpturbine, von einem niedrigen Niveau auf ein höheres gepumpt. Dadurch bekommt es eine andere, eine höhere potentielle Energie.<br />
Somit kann das hoch gepumpte Wasser Arbeit verrichten, wenn es aus der Höhe in sein ursprüngliches Reservoir zurückströmt und dabei die Turbine antreibt. Man kann zwar nicht die gesamte Energie, die man zum Hochpumpen gebraucht hat, zurückgewinnen, aber bis zu 80 %  davon.<br />
Das bedeutet: Für jede Kilowatt-Stunde, die man zum Pumpen eingesetzt hat, bekommt man 0,8 Kilowatt-Stunden zurück. Oder aber: <strong>Für 1 kWh, die man erzielen will, muss man 1,25 kWh investieren.</strong><br />
Eine solche Anlage verbraucht Energie, deshalb ist sie auch kein Kraftwerk, wie Trianel schreibt. Ein Kraftwerk erzeugt Strom. Ein Pumpspeicherwerk verbraucht Strom.<br />
Es speichert lediglich einen Teil der zuvor eingesetzten Pumpenergie im Oberbecken in Form von Wasser.</p>
<h2>Pumpspeichertechnik benötigt viel Platz.</h2>
<p>Sie verbraucht Landschaft. Viel Landschaft. Die Energie, die man je Kubikmeter Wasser durch Veränderung der Höhe speichern kann, ist gering. Sie hängt von der Menge des Wassers ab, die im Oberbecken zur Verfügung steht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Fall des Rurspeicherwerks soll der Obersee bei Strauch 50ha groß werden. Die Höhendifferenz zwischen Oberbecken und dem Rursee als Unterbecken beträgt ca. 240 m. Um die geplante Riesenleistung von 640 MW (Megawatt, 1MW = 1000 kW) zu erreichen, muss viel Wasser den Berg hinunter laufen. Trianel sagt, es wären 340 Kubikmeter pro Sekunde.<br />
Bildlich gesprochen fließt also bei Volllastbetrieb 6 Stunden lang mehr Wasser in die Rurtalsperre, als die Mosel bei ihrer Einmündung in den Rhein schüttet. Entsprechende Strömung inklusive!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Obersee, aus dem das Wasser kommt, soll 7,6 Mio. Kubikmeter fassen. Die dafür benötigte Fläche umfasst 81 Hektar (mehr als 81 Fußballfelder). Der künstliche See soll 20m tief werden.<br />
Dafür soll der Höhenzug Buhlert geopfert werden. Der Höhenrücken würde ausgehöhlt, das heraus gebaggerte Material seitlich als Wall aufgeschüttet. 33 Hektar Wald sollen gerodet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwischen Oberbecken und Unterbecken versorgt &#8211; laut Planung &#8211; ein 3 km langes, unterirdisches Fallrohr die Turbine mit Wasser. Angeschlossen ist ein Generator zur Stromerzeugung. Ein Transformator verwandelt den Generatorstrom in Hochspannungsstrom. Dieser wird über eine Hochspannungsleitung ins Netz eingespeist.</p>
<h2>Der Rursee als mögliches Unterbecken</h2>
<p>240 Meter unterhalb des Oberbeckens liegt der Rursee. Von der Fläche her ist er wesentlich größer, dennoch hätte der Wasserstrom von oben nach unten erheblichen Einfluss: Zum einem auf den Wasserpegel und zum anderen auf die Strömung des als Unterbecken genutzten Sees.<br />
Jahreszeitlich bedingte Pegeländerungen gab es für den Rursee bisher immer. Aber nie so schnell und nie so umfangreich, wie bei einer Realisierung der Trianel-Pläne. Bei Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks sind Wasserschwankungen von bis zu 2 m innerhalb von 6 Stunden zu erwarten.<br />
Strömung gab es im Rursee bislang so gut wie keine, wenn man von der Wasser-Bewegung am Seeeinlauf in Rurberg absieht. Dort kommen im Sommer meist weniger als 5 Kubikmeter pro Sekunde in den See. Manchmal &#8211; bei Schneeschmelze &#8211; sind es kurzfristig um die 20 Kubikmeter.</p>
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<p>Die mit dem Pumpspeicherwerk zu erwartende tägliche Wasserbewegung ist immer ein Angriff auf die Ränder, die Ufer und den Grund des Sees. Was locker und weich ist, wird bewegt. Abgelagerter Schlick und Schlamm kann wieder in Bewegung kommen und den See eintrüben.<br />
Wassersportler werden betroffen sein, wenn sie die Strömung unerwartet trifft und versetzt. Der Laich der Fische ist gefährdet durch die wechselnden Wasserstände. Aufgewirbelter Schlamm kann sich, wenn das Wasser wieder zum Obersee hoch gepumpt wird, am Ufer absetzen. Schlechte Zeiten für das Schwimmbad in Eschauel. Andere Unterbecken an Pumpspeicherseen in Deutschland sind eingezäunt. Dort ist keine Freizeitnutzung mehr möglich!</p>
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<p>Der Bau des Pumpspeicherwerks hätte einen immensen Landschaftsverbrauch zur Folge: Nicht nur Naturschutzgebiete wie das Schilsbachtal fielen ihm zum Opfer. <strong></strong></p>
<p><strong>Den Rursee, in seiner heutigen Form, wird es mit dem Pumpspeicherwerk nicht mehr geben!</strong></p>
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